Dienstag, 27. April 2010

Katsche, Bayern München und die Philosophie des Fußballs

George Best: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.“ (zu G. Best‘s Beerdigung 2005 in Belfast kamen knapp 100.000 Menschen)

Fußball bietet mehr Facetten als nur übertriebenes Fandenken und Hooligans. Wer allerdings nie Fußball gespielt hat, kann unter Umständen die Faszination, die dieser Sport versprüht, nicht verstehen. Wer meint, in einem Fußballspiel laufen 22 Spieler einem Ball hinterher, begreift zum einen dieses Spiel und zum anderen, unter Umständen, die „Welt“ nicht. Eine Fußballmannschaft, ein Fußballverein funktioniert ähnlich wie eine Gesellschaft. Die diversen Abläufe, die Konflikte, die Intrigen sind jeweils vergleichbar. „Was ich über Moral und Verpflichtungen auf lange Sicht am sichersten weiß, verdanke ich dem Fußball“, schrieb 1957 Albert Camus in France Football. Eine gute „Elf“ braucht Arbeiter, Techniker, einen guten Torwart und Strategen. Die Spieler sollten sich entweder mögen oder sie sollten sich hassen. Das Beziehungsmodell einer Mannschaft ist kompliziert, ähnlich dem einer Gesellschaft. Gruppendynamik, Gruppenspezifische Regeln und Beziehungsmodelle sind für eine Fußballmannschaft ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg.

Der Trainer eines Teams sollte die verschiedenen „Stellmöglichkeiten“ seiner Mannschaft kennen. Der große Trainer Rinus Michels brachte erst bei Ajax Amsterdam, später in der niederländischen Nationalmannschaft mit seinen Superstars Johan Cruyff, später Ruud Gullit bewusst Konflikte in sein Team und hatte mit diesem Konfliktmodell Erfolg. Wie überhaupt das Niederländische System Fußball zu spielen in den 1970er – 1980er Jahren revolutionär war. Als beispielsweise das deutsche System noch immer um einen Libero organisiert wurde, bewegten sich niederländische Mannschaften längst im Raum. Ballorientierte Raumdeckung, variabler Raum, Teambuilding waren die neuen Begrifflichkeiten. Jede Fußballmannschaft ist das Spiegelbild seiner Gesellschaft. Deutschland mit seinen „Tugenden“, bieder, diszipliniert, athletisch und körperbetont. Brasilien, Italien usw. eben südländisch, mit Lebensfreude und Kreativität. Antonio Gramsci schrieb in Avanti! im August 1918, „Fußball ist ein Abbild der individuellen Gesellschaft. Er verlangt Initiative, Konkurrenz und Kampf. Aber das Spiel wird auch durch das ungeschriebene Gesetz des Fairplay geregelt.“ Eine kurze Zeit, von 1972 bis Anfang 1974, gab es eine Ausnahme. Willy Brand war Bundeskanzler, wollte „mehr Demokratie wagen“ und das deutsche Fußballsystem änderte sich. Man spielte technisch guten Fußball, nicht genial, keineswegs technisch perfekt wie Brasilien, aber immerhin. Diese Zeit war schnell vorbei und leider gewann die deutsche Nationalmannschaft später mit seinem destruktiven Sicherheitsspiel noch einige Titel.

Am 27. Februar 1900 wurde im Restaurant „Gisela“ der FC Bayern München gegründet. 1913 wurde der Sohn jüdischer Kaufmannsleute, Kurt Landauer Präsident des FC Bayern. Unter seiner Führung wurde der Bayern München ein weltoffener, liberaler Verein. In den 1920er Jahren, als andere Vereine Turnvater Jahn und dem Deutschtum huldigten, organisierte Landauer Spiele gegen internationale Mannschaften und verpflichtete ausländische Trainer. Der österreichisch-ungarische Coach Richard Dombi, ebenfalls jüdischer Herkunft, führte den Verein 1932 zur Deutschen Meisterschaft. Im Endspiel bezwangen die Bayern Eintracht Frankfurt mit 2:0 Toren. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kamen die antisemitische Schmähungen und Bayern München galt als „Judenklub“.

1932 verlor Kurt Landauer wegen seiner jüdischen Herkunft seine Arbeitsstelle bei den Münchener Neuesten Nachrichten. Im März 1933 musste er als Bayern-Präsident zurücktreten. Einen Tag nach der Reichspogromnacht 1938 sperrten ihn die Nazis in die Baracke Nummer acht des Konzentrationslagers Dachau. Später kam Landauer frei und im März 1939 flüchtete er nach Genf. Als Bayern München 1940 erneut in Genf gastierte, stürmte die Mannschaft nach dem Schlusspfiff auf die Tribüne, um ihren alten Präsidenten zu begrüßen. Später in Deutschland hatten die Spieler deshalb massive Repressalien zu ertragen. Im Übrigen lief die Nazifizierung des FC Bayern, anders als beim Lokalrivalen TSV 1860 München, sehr langsam ab. Erst 1943 kam mit dem Bankier Sauter der Wunschkandidat der NSDAP an die Spitze des Vereins. 1860 München wurde wie andere sogenannten „Arbeitervereine“ von der NSDAP gefördert. Im Juni 1933 wird Schalke 04 von Vereinsführer Unkel, und seinem Stellvertreter Heinrich Tschenscher, NSDAP-Mitglied seit dem 1. Mai 1933 geführt. Die Schalke Spieler Ernst Kuzorra und Fritz Szepan ließen sich für direkte Unterstützungsaktionen der NSDAP einspannen. Durch die Übernahme eines jüdischen Textilhauses am Schalker Markt im Zuge der "Arisierung" wird Szepan zudem zum Profiteur des NS-Regimes. Die enteigneten Eigentümer Sally Meyer und Julie Lichtmann werden deportiert und in Riga ermordet. Es ist kein Zufall, dass Schalke 04 in der Zeit von 1933 bis 1945 sechs Mal Deutscher Meister wurde.
Kurt Landauer überlebte den Zweiten Weltkrieg im Schweizer Exil, vier seiner Geschwister fielen jedoch den Nazis zum Opfer: Eine Schwester und drei Brüder starben in Konzentrationslagern in Majdanek, Litauen und Westerbork. 1947 kehrte Landauer nach München zurück und „baute“ den FC Bayern wieder auf.

Die späteren Erfolge sind bekannt. Das Image des reichen, unsympathischen Klubs blieb bestehen. Beschimpfungen gegen den „Judenclub“ FC Bayern kamen und kommen nicht nur vom Lokalrivalen 1860. Der fehlende offensive Umgang der heutigen Verantwortlichen mit der Vereinsgeschichte, sowie die unsinnigen, teilweise dümmlichen Verbal-Attacken von Uli Hoeneß tun ihr Übriges dazu. Punkbands wie die Toten Hosen singen Schmählieder über Bayern München. Hätte Campino die Vergangenheit der Bayern gekannt, wäre die eine oder andere Textzeile eventuell anders ausgefallen.

Sollte Bayern München heute die „Hürde“ in Lyon überstehen, wäre der Verein im Endspiel der besten europäischen Fußballmannschaften. Im Jahre 1974 gelang dies den Bayern zum ersten Mal. Der entscheidende Spieler in diesem ersten Endspiel war Hans-Georg Schwarzenbeck

Seit der Saison 1966/67 gehörte Hans-Georg Schwarzenbeck zum Profikader des FC Bayern. Mit den Münchnern wurde Schwarzenbeck sechsmal Deutscher Meister, dreimal Deutscher Pokalsieger, einmal holte er den Pokal der Pokalsieger und dreimal in Folge (1974, 1975,1976) den Landesmeistercup. Mit der Nationalelf wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister.

Als "Eisenfuß" und "Putzer vom Kaiser" war er für den FC Bayern und die Nationalmannschaft auf den Fußballplätzen der Welt unterwegs.

Im Gegensatz zu unsympathischen Spielern wie Berti Vogts war „Katsche“ Schwarzenbeck, zwar zu seinen Gegenspieler durchaus humorlos, blieb allerdings immer fairer Sportsmann und versuchte nie seinen Stürmer absichtlich zu verletzen. Sein Stil war einfach und schnörkellos, er war keineswegs ein eleganter Techniker. Der eher hüftsteife „Katsche“ bewegte sich nicht wie Beckenbauer oder Overath. Ganz zu schweigen von den Brasilianern oder anderen südländischen Fußballern. Er hat sich alles hart erarbeiten müssen. Der bescheidenste Nationalspieler aller Zeiten, Katsche Schwarzenbeck, war ein ehrlicher Arbeiter.
Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete „Katsche“ bis 2008, knapp 30 Jahre, in seinem Zeitschriftenladen in München-Au.

Seinen fußballerischen Höhepunkt setzte Katsche Schwarzenbeck in Brüssel, als Bayern München zum ersten Mal den Europacup der Landesmeister gewann:

"Dieses Ding gegen Atletico Madrid." Es war am 15. Mai 1974 in Brüssel, im Europapokalfinale der Landesmeister, in der Verlängerung kurz vor Schluss, 0:1 Rückstand, nichts ging mehr. Bis Schwarzenbeck über die Mittellinie preschte und aus etwa 30 Metern einfach draufhielt – das 1:1 in der 120. Minute! Die Wiederholung gewann Bayern mit 4:0.

Mit seiner Bescheidenheit und Zufriedenheit war „Katsche“ Schwarzenbeck in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von George Best. Beide waren große Fußballer.

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“




Nachfolgend die Kommentare der Freitags Blogger zum Katsche Text in der Freitags Community.Unter http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/katsche-bayern-muenchen-und-die-philosophie-des-fussballs abrufbar. Bemerkenswert ist, dass die Betonbloggerinnen um Rahab, absolut nichts von Fußball verstehend, auch in diesem Blog provozieren wollten. Sozusagen Fans der Kategorie C. Rainer Kühn wurde, weil er sich wehrte, nach diesen Provokationen deaktiviert. Rahab hatte keine Probleme mit der Redaktion.


      Rainer Kühn schrieb am 27.04.2010 um 16:58
      na endlich, das manifest.
      muß aber erst mal raus, den dom knicken ...  

       B.V. schrieb am 28.04.2010 um 11:00 Kein Manifest, aber ein durchaus sehr
      interessanter und informativer Artikel. Davon hätte man gerne mehr.
        

       B.V. schrieb am 28.04.2010 um 11:00 Kein Manifest, aber ein durchaus sehr
      interessanter und informativer Artikel. Davon hätte man gerne mehr.
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 18:06 du hast recht; ich bezog mich
      oben auch nur auf die ankündigung dieses beitrag von fidelche woanders.
      das manifest ist eher ein kritisches liebesgedicht in prosa an den fußball
      und DEN verein in der republik.
        

       [  1 ]   Zachor! schrieb am 27.04.2010 um 17:07
      "Jede Fußballmannschaft ist das Spiegelbild seiner Gesellschaft.
      Deutschland mit seinen „Tugenden“, bieder, diszipliniert, athletisch und
      körperbetont. Brasilien, Italien usw. eben südländisch, mit Lebensfreude
      und Kreativität"

      Etwas zuviel der Nationalkarakterologie in diesen Sätzen, meiner Meinung
      nach. Doch ist dies der einzige Kritikpunkt meinerseits an diesem Beitrag,
      der mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Insbesondere auch die Hinweise
      auf die jüdischen Fussballer, was deshalb von Belang ist, weil die Nazis
      die Juden sehr gerne als unsportlich, gesundheitlich verkümmert etc.
      dargestellt haben. Was völliger Unfug ist, wie neueste Untersuchungen über
      das Thema "Juden und Sport" gezeigt haben. Jüdische Fußballer haben
      übrigens in Wien in den 1920ern und 30ern große Erfolge, ja gar eine
      eigene, von ihnen dominierte Mannschaft (Hakoah) gehabt (der M. Sindelar,
      der "Mozart des Fussballs" war doch auch einer, oder?).
      Der Soziologe Detlev Claussen hat ein interessantes Buch über Béla
      Guttmann geschrieben, einen ungarisch-jüdischen Fussballspieler, der bei
      Hakoah spielte (u.a.) und später ein erfolgreicher Trainaer war. In
      Ostmitteleuropa gab es übrigens sehr viele jüdische Sport- bzw.
      Fussballvereine (MTK Budapest, Makkabi Temeswar (Klausenburg?)) usw.

      Interessante Bücher zum Thema sind das von Havemann über den DFB in der
      Nazizeit sowie Bitzer - Wilting "Stürmen für Deutschland".

      Danke für den Beitrag.  

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 03:58 da schließe ich mich komplett
      an. eine wunderbare vereinsgeschichte in 'auch dunklen zeiten' treffend
      akzentuiert, als DAS spiel der gegebenen gesellschaftsordnung reich
      eingebettet. und dann noch george best und katsche!
        

       [  1 ]   ruhrrot schrieb am 27.04.2010 um 17:20
      Hi fildelche,

      für mich einfach perfekt!
      Ich bin ziemlich begeistert. Es hat mich beim Lesen fast aus dem Stuhl
      gerissen.
      Würde mich sehr freuen , wenn Sich Dein grandioser Blog in den Top-Blogs
      oder besser noch im Schaukasten wiederfindet!

      Toll!

      Herzliche Grüße

      rr  

       fidelche schrieb am 27.04.2010 um 19:54 @ruhrrot schrieb am 27.04.2010 um
      17:20

      Hallo ruhrrot,
      das freut mich natürlich. Danke für das Lob.

      Beste Grüße fidelche
        

       [  1 ]
          
        Maike Hank schrieb am 27.04.2010 um 17:57
      Lieber fidelche,
      danke für den Text - wir haben ihn in den Flash-Teaser auf der Startseite
      gepackt.

      Herzliche Grüße
      M  

       fidelche schrieb am 27.04.2010 um 19:59 @Maike Hank

      das freut mich sehr.
      Beste Grüße fidelche
        

       [  3 ]   koslowski schrieb am 27.04.2010 um 18:11
      Lesenswerter Blog. Nun bin ich neugierig, wie der Autor den Bogen von
      George Best und Katsche Schwarzenbeck zu seinem Thema "Struktureller
      Antisemitismus der Linken" hinbekommt. Vielleicht so: Antifaschistische
      Tradition von Bayern München, heute Kritik von links (z.B. "Tote Hosen" ),
      ergo...Schaun wir mal.  

       fidelche schrieb am 27.04.2010 um 20:01 @koslowski schrieb am 27.04.2010
      um 18:11

      Gute Idee, ich werde den Vorschlag überdenken.
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 04:06 ich denke, ausfälle der linken
      gegen erfolg, reichtum, glanz und glamour, und gegen die scheinbare
      arroganz der überaus beschenkten - alles für den FC Bayern ja zutreffend
      -, werden sich reich finden lassen. auch markige antisemitische sprüche,
      und nicht als wenige ausnahme. campino mit seinen wirklich toten hosen
      weist da nur scheinwitzig den weg.
      ich hielt ihn überigens immer schon für keinen musiker.
        

       hibou schrieb am 02.05.2010 um 16:31 @koslowski: da hat es fidelche ganz
      leicht, ist schon im Text angelegt: "Die Spieler sollten sich entweder
      mögen oder sie sollten sich hassen." Is ja wie bei den Linken gell?

      Aber danke auch für den Bericht. Hat mich selbst als Bayern-Hasser
      überzeugt.
        

       [  8 ]   Wolfram Heinrich schrieb am 27.04.2010 um 18:20
      Die späteren Erfolge sind bekannt. Das Image des reichen, unsympathischen
      Klubs blieb bestehen. Beschimpfungen gegen den „Judenclub“ FC Bayern kamen
      und kommen nicht nur vom Lokalrivalen 1860.

      Nu mal etwas langsam. Daß der FC Bayern München gerne und viel beschimpft
      wird, ist unstrittig, das ist das Lebensgesetz der Bundesliga: "Wird heuer
      der FC Bayern Meister oder irgendein anderer Club?"

      Der reiche, fette Verein war der FC Bayern nicht immer. Bis in die Mitte
      der sechziger (!) Jahre hinein waren die Bayern immer der "kleine Bruder"
      des großen Lokalrivalen 1860 München. Es waren die Sechziger, die bei
      Gründung der Bundesliga mit dabei waren, während die Bayern noch einige
      Jahre in der Regionalliga bleiben mußten.

      Dann kam der Trainer Cik Cajkovsky, der aus fast ausschließlich lokalen
      und regionalen Spielern (Beckenbauer, Müller, Maier, Schwarzenbeck etc.)
      eine erstklassige Mannschaft formte. Diese Spitzenstellung haben sie
      seither nie wieder verloren. !860 München hatte zur gleichen Zeit das
      Pech, Max Merkel als Trainer zu haben. Seither kommen die Sechziger immer
      mal wieder ganz gut voran und machen dann doch kurz vor dem Scheißhaus in
      die Hose. Das gilt für einzelne Spiele aber auch für ganze Saisonen.
      Daß irgendeiner den FC Bayern als "Judenclub" beschimpft hat, solltest du
      bitte belegen. Das erscheint mir schon deshalb sehr unwahrscheinlich, weil
      kaum einer noch etwas von der jüdischen Komponente der Vereinsgeschichte
      weiß.

      Ciao
      Wolfram  

       fidelche schrieb am 27.04.2010 um 20:04 @Wolfram Heinrich schrieb am
      27.04.2010 um 18:20

      Hab ich doch belegt. Wenn Du auf - ...FC Bayern, anders als beim
      Lokalrivalen TSV 1860 München - klickst kommst Du auf:
      www.hinterland-magazin.de/pdf/05-54.pdf

      Das Lied vom “Stern im Ausweis” ist eine antisemitische Abwandlung einer
      Vereinshymne des FC Bayern. Der Originaltext lautet “FC Bayern - Stern des
      Südens”. Das Lied vom “Stern im Ausweis” wurde das erste mal bei einem
      Spiel der Amateure des TSV 1860 gegen die Amateure des FC Bayerns gehört.

      Ich hab schon befürchtet dass ich einem Schalker oder 60er Fan zu nahe
      treten könnte. Man muss beiden Vereinen zugute halten, dass sie relativ
      offensiv mit ihrer Vergangenheit umgehen. Siehe auch Link auf Schalker HP
      und „Löwenfans gegen Rechts“

      Ciao fidelche
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 04:11 mein ehemaliger nachbar
      spielte 64ff. für schalke. meinen nachbarn mochte ich, seinen verein noch
      nie. die gründe stehen oben im 'kreisel'. sympathisch ist mir mein nachbar
      auch gewesen, weil er dann eine karriere wie katsche schwarzenbeck
      hingelegt. und mit dem radl war er immer noch schneller als ich.
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 15:34 @fidelche
      Hab ich doch belegt. Wenn Du auf - ...FC Bayern, anders als beim
      Lokalrivalen TSV 1860 München - klickst kommst Du auf:
      www.hinterland-magazin.de/pdf/05-54.pdf k

      Einen Link auf einen siebenseitigen Aufsatz aus dem selber nicht zitiert
      wird ist kein Beleg. Es wird ja immer beliebter, Links und Links und Links
      in einen Beitrag zu stellen, manche Beiträge bestehen nur noch aus Links.
      Auf einen, von dem mir vorher nicht erklärt wird, was mich erwartet,
      klicke ich nicht.

      Das Lied vom “Stern im Ausweis” ist eine antisemitische Abwandlung einer
      Vereinshymne des FC Bayern. Der Originaltext lautet “FC Bayern - Stern des
      Südens”. Das Lied vom “Stern im Ausweis” wurde das erste mal bei einem
      Spiel der Amateure des TSV 1860 gegen die Amateure des FC Bayerns gehört.

      Na ja, nun, daß irgendwelche "Fans" in irgendwelchen Kurven unflätige
      Parolen schreien oder Lieder singen ist leider überhaupt nichts
      besonderes, das findest du bei allen Vereinen und gegen alle Vereine. Ich
      hatte schon an etwas Handfesteres gedacht.

      Ciao
      Wolfram
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 18:10 die gesänge sind der beleg für
      den belag auf der freude am fußball. so.
        

       fidelche schrieb am 29.04.2010 um 10:56 @Wolfram Heinrich schrieb am
      28.04.2010 um 15:34

      DIe Löwen "machen" was dagegen:
      www.loewen-fans-gegen-rechts.com/

      Ciao fidelche
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 03.05.2010 um 12:58 @fidelche
      DIe Löwen "machen" was dagegen:
      www.loewen-fans-gegen-rechts.com/

      Eben. Und so gesehen sollte der merkwürdige Vorwurf, gegen den FC Bayern
      München würden gezielt antisemitische Ressentiments geschürt, vom Tisch
      sein.

      Ciao
      Wolfram
        

       fidelche schrieb am 03.05.2010 um 14:19 @Wolfram Heinrich schrieb am
      03.05.2010 um 12:58

      In meinem Text schrieb ich:
      Das Image des reichen, unsympathischen Klubs blieb bestehen.
      Beschimpfungen gegen den „Judenclub“ FC Bayern kamen und kommen nicht nur
      vom Lokalrivalen 1860.

      Bemerkenswert dazu der Textauszug aus dem HintelandMagazin:

      Mit der Vergangenheit umgehen lernen
      Nach wie vor ist der TSV 1860 ein Magnet für rechtsradikale Gruppen. Geht
      es darum gegen Rassismus und Antisemitismus vorzugehen, bleibt es
      unerlässlich die Strukturen zu verstehen, auf denen sich diese Denkmuster
      permanent reproduzieren. Ansonsten bleibt jegliches antifaschistische
      Engagement nichts weiter als ein Kampf mit den Symptomen. Wie
      rechtsradikale Strukturen aussehen, wird nur durch einen geschärften Blick
      auf die Deutsche Geschichte deutlich. Die Geschichte ist also eine
      notwendige Vorlage um das Heute zu begreifen. Im Lichte dieser Annahme
      erscheint die Aussage von Wolfgang Hauner aus dem Jahr 2005 umso
      denkwürdiger. Der damalige Vizepräsidentdes TSV 1860 gab zu verstehen,
      dass er von einer Aufarbeitung der Vereinsgeschichte nichts hält. Als
      Begründung gab er an, die Betroffenen wären„ doch eh schon alle tot“.
      Von der Zweifelhaftigkeit dieser Aussage einmal ganz abgesehen, ist sie
      auch faktisch falsch. Der
      beste Gegenbeweis ist Ernst Grube, der einstige Jugendspieler des TSV 1860
      München. Der Mitbegründer
      des Fördervereins „Internationale Jugendbewegung Dachau“ ist bekennender
      „Sechziger“ und ehemaliger KZ-Häftling. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft
      wurde er 1942 ins Lager Milbertshofen eingeliefert und 1944 aus dem Lager
      Theresienstadt befreit. Heute reist Ernst Grube von Schule zu Schule und
      erzählt seine Geschichte.
      Und selbst jene, die nun tatsächlich tot sind, werden nicht vergessen.
      Dafür trägt unter anderem die Initiative „Löwenfans gegen Rechts“ (LfgR)
      bei. Die eingefleischten Sechziger-Fans fordern seit Jahren die
      Vereinsarchive zu öffnen, um der Geschichte auf den Grund zu gehen. So
      organisierten sie zum Beispiel (während sich andere im
      deutschlandtrunkenen WM-Taumel feierten) das Rahmenprogramm zur
      Kranzniederlegung im KZ Dachau. Dieser
      Veranstaltung wohnten 60 Fußballfans aus England und 40 Teilnehmer aus
      Deutschland bei. Der Tag fand sein Ende mit einem Fußballspiel auf dem
      Gelände des TSV Makkabi, einem jüdischen Sportverein, mit welchem die LfgR
      einen sehr freundschaftlichen Kontakt pflegen. 2002 holte die
      Faninitiative die Ausstellung „Tatort Stadion - Rassismus
      und Diskriminierung im Fußball“ nach München, wofür sie mit dem Award des
      „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ geehrt wurde. Auch die
      Vereinsführung des TSV 1860 wagt derzeit einen Schritt nach vorne. Im
      Entwurf zur neuen Vereinssatzung bezieht der Verein eindeutig gegen
      rassistische und sexistische DiskriminierungStellung. Auch die
      Zusammenarbeit mit der Faninitiative LfgR wurde in letzter Zeit
      entscheidend verbessert. Die Einführung einer Schweigeminute vor dem Spiel
      zum Gedenken der Opfer des Holocausts wurde ausdrücklich begrüßt. Die
      Aktionen der LfgR können heute wesentlich leichter umgesetzt werden als
      noch in den Jahren, als alte Kameraden und ihre Zöglinge die
      Vereinsführung entscheidend mitgestalteten. Es bleibt zu hoffen, dass die
      lückenlose Aufklärung der eigenen Geschichte der nächste Schritt sein
      wird. Der Aktivist der LfgR, Herbert Schröger, wird jedenfalls nicht
      locker lassen. „Solange die Vergangenheit nicht aufgearbeitet ist, kann
      1860 weiterhin ein Magnet für Neo-Nazis bleiben“.

      So gesehen hast Du aktuell Recht. Vor 5 Jahren war der Vorwurf gegenüber
      der Vereinsführung keineswegs merkwürdig. Übrigens, 60er Fans gehören auch
      zu 1860 München. Wenn der Verein gegen Rechte was unternimmt ist es ok.

      Gruß fidelche
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 03.05.2010 um 14:43 @fidelche
      In meinem Text schrieb ich:
      Das Image des reichen, unsympathischen Klubs blieb bestehen.
      Beschimpfungen gegen den „Judenclub“ FC Bayern kamen und kommen nicht nur
      vom Lokalrivalen 1860.

      Aus eigener Anschauung habe ich den FC Bayern als den armen kleinen Bruder
      der Großen Löwen kennengelernt. Das war Ende der fünfziger Jahre bis Mitte
      der sechziger Jahre. Erst danach kam der sportliche und ökonomische
      (Wieder-)Aufstieg des FC Bayern München.

      Und jetzt ist der FC Bayern halt ein nicht nur reicher, sondern auch sehr
      arroganter Club, in dem der zweite Platz bereits Krisen auslöst. Gut,
      okay, das hat auch wiederum ökonomische Gründe, ein Verein, der so viel
      umsetzt, der so teure Stars und ein so teures Stadion hat, ist auf Gedeih
      und Verderben drauf angewiesen, jede Saison ganz, ganz vorne an der Spitze
      mitzumischen. Ein einziges Jahr ohne Teilnahme an den internationalen
      Wettbewerben würde den Verein vermutlich schwer in die Bredouille bringen.

      Vor 5 Jahren war der Vorwurf gegenüber der Vereinsführung keineswegs
      merkwürdig.

      Vor 5 Jahren waren alle möglichen Vorwürfe gegen die Vereinsführung
      "keineswegs merkwürdig", sondern vielmehr wohlbegründet.

      Übrigens, 60er Fans gehören auch zu 1860 München.

      Je nun, mit dieser Art von Fans ist vermutlich jeder größere Verein
      geschlagen.

      Ciao
      Wolfram
        

       [  17 ]   S.Piderman schrieb am 28.04.2010 um 03:34
      Ach, sieh mal, die ganzen Menschen, die Bayern nicht leiden konnten. Ich
      hoffe, ich komme noch rechtzeitig. Ich war ja selbst, in den zwei dunklen
      Lebensjahren zwischen vier und sechs ein großer Freund der hell- und
      dunkelgrau gestreiften Münchner, aber an meinem 6. Geburtstag, dem 7. Juli
      1974, ist mir etwas gedämmert, bei all der Freude, nämlich in Gestalt des
      ätherischen Johan Cruyff, und mein Enthusiasmus für die Errungenschaften
      dieser Deutschen erhielt einen Dämpfer, der bis heute nicht gewichen ist.
      Das Endspiel des Europapokals der Pokalsieger 1977 lieferte mir einen
      Ersatz der verlorenen Ideale (denn auf den Gedanken, dass ich schon damals
      Johan Cruyff hätte wählen können, komme ich erst jetzt) und seit diesem
      Tage antworte ich auf die Frage, die in England jedem gestellt wird, „who
      do you support?“: HSV.
      Sei’s drum. Es gibt immer Mannschaften, die für sich ein quasi-göttliches
      Recht auf den Sieg beanspruchen: Uruguay. England. St.Etienne. Wer aber
      gewinnt? Brasilien. Deutschland. Lyon.
      „Entschieden wird auf dem Platz“ – das ist nicht Alf Ramsey oder Sepp
      Herberger, sondern Adi Preisler, und es sieht immer so aus, als seien sich
      Brasilien, Deutschland und Lyon dieser Weisheit bewusst - die anderen
      nicht.
      Also sehe ich mir heute abend Bayern gegen Lyon an, und morgen Barca gegen
      Inter.
      Könnte schlimmer sein.
      Einer der Gründe für meine Auswanderung nach England vor zehn Jahren war
      die Qualität der Kommentatoren und Sachverständigen und Gutachter vor,
      während und nach Live-Übertragungen, aber ich kann nicht behaupten, dass
      es hier besser ist. Im Gegenteil – die Tradition der Ablehnung jeglicher
      Intellektualität im englischen Fußball zeitigt die absonderlichsten
      Äußerungen…z.B. hat der berühmte ehemalige Verteidiger von was weiß ich
      Newcastle United Graeme Souness sich heute vor der Kamera sich nicht zu
      äußern entblödet, Liverpool, Manchester und Arsenal müssten sich deswegen
      besonders ärgern, weil sie allesamt das Spiel heute leicht gewonnen
      hätten….
      Das selbe Liverpool, das bereits die gesamte Saison so spielt wie die
      Blindennationalmannschaft von Japan, die im übrigen gegen Lyon
      ausgeschieden ist (wer jetzt? – also eigentlich war das Liverpool, aber
      das ist ja auch egal – Grammatik kann auch psychosomatisch sein), sowie
      das selbe Manchester, das sich erschreckt vor dem Schweigen von 80000
      Zuschauern als Reaktion auf ein Bayern-Tor zum 3:1. Und anschließend so
      gut wie keinen Ball mehr berührt…
      Ah, Lyon. Nächstes Mal.
      Bayern denn…ich müsste sagen: Hier schließt sich ein Kreis: 1974 gab es
      diese möglicherweise beste Fußballmannschaft aller Zeiten, mit Johan
      Cruyff und Johan Neeskens, Rob Rensenbrink und den Brüdern van der
      Kerkhoff, und alle kamen aus der Ajax-Schule unter Leitung von Rinus
      Michels – wer hat die Brüder abgelöst Mitte der Siebziger? München, unter
      der Leitung von Beckenbauer und Hoeness (gibt’s für den eine neue
      Rechtscheibung? Höneß? Warum haben Cruyff und Konsorten nicht die WMs 74
      und 78 gewonnen? Wegen München?
      Immer wenn man denkt: Jetzt hat jemand den perfekten Fußball erfunden,
      kommt ein Schwarzenbeck daher oder Argentinien oder Inter, und ruiniert
      den ganzen Spaß mit Catenaccio oder deutschen Tugenden.
      Klammer auf: Wer hat vor Rinus Michels den Europapokal geholt? Nicht mit
      Ajax, sondern mit Feyenoord? Richtig: Ernst Happel…na so ein Zufall!
      Klammer zu.
      Soso. Und die Protagonisten dieser Revolution sind in den Siebzigern nach
      Barcelona gezogen und haben dort die Tradition der Amsterdamer
      Fußballschule fortgeführt; wenn man dort heute den Vermessungen der
      Raumzeit folgt, die Xavi Hernandez und Andres Iniesta Woche für Woche neu
      definieren, kann man nicht umhin, dies in eine Tradition mit der
      holländischen Theorie der Landrückgewinnung zu sehen, die Cruyff in die
      Praxis umgesetzt hat.
      Wo sind die Deutschen von damals? Im Vorstand von Bayern.Verläuft Leben
      zyklisch? Ein Ideal: Johan Cruyff und Franz Beckenbauer, Menschen wie sie
      unterschiedlicher nicht sein können, sitzen am 22. Mai nebeneinander auf
      der Tribüne des (auch das noch) Bernabeu-Stadions und betrachten die
      Früchte Ihrer Lenden. Dummerweise ist da noch ein van Gaal, der die
      Polarisierung verwischt. Und dummerweise ist es erst Mittwoch und ich habe
      Inter völlig ignoriert…  

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 04:35 das ist natürlich gut
      beobachtet, aber eben auch aesthetizismus. ich will doch nicht, daß der
      bessere gewinnt, sondern der vfl osnabrück! daß andere mannschaften
      schöneren fußball spielen, weiß ich ja selber.
      ich finde, du blendest das gesellschaftliche aus, obwohl die
      hollandfußballschule vs die münchnerische bürobetriebswirtschaft so etwas
      andeutet. aus den 70ern war ja auch der gladbacher fohlenfußball mit
      traineranschluß vs der bayernerfolgsfußball mit manageranschluß thema.
      aber war es nicht schön mit jupp kapellmann, bulle roth und paule
      breitner. ich finde, ja. und wo steht gladbach, die ich nie mochte, heute?
      wenn fußball wesentlich ein proletariersport (geworden) ist und heute
      durchkommerzialisiert wird nach maßgabe der gesellschaft, dann macht es
      der fc bayern am besten, und ich liebe den hoeneß für seine grantigkeit
      und seinen realismus. vielleicht war er der dieter bohlen des deutschen
      fußballs.
      eine aesthetik will ich aber loben: den wurf fidelches, dem omnipotenten
      linksaußen george best anfangs und dem stopper schwarzenbeck endlings zu
      huldigen: das waren typen, im system fußball, und in der welt danach. und
      sepp maier fängt lauthals lachend die tauben. erfolg macht sexy. und einer
      schießt noch vierzig tore pro saison.
        

       Zachor! schrieb am 28.04.2010 um 08:32 "Immer wenn man denkt: Jetzt hat
      jemand den perfekten Fußball erfunden, kommt ein Schwarzenbeck daher oder
      Argentinien oder Inter"
      ... hey, bitte nichts gegen Inter! Ist meine Lieblingsmannschaft seit
      Klinsi mal da war!

      "ich will doch nicht, daß der bessere gewinnt, sondern..." Inter bzw. in
      Dtl. die Mannschaft mit der größten Chance, den Bayern die Meisterschaft
      wegzuschnappen... :-DD
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 08:43 nochmal volle rückendeckung:
      internazionale mailand! so kann mir selbst italien kommen.

      ich wäre für magath, aber nicht für s04.
        

       Zachor! schrieb am 28.04.2010 um 08:45 "ich wäre für magath, aber nicht
      für s04."
      ist doch wurscht. hauptsache nicht die bayern.
      (meinetwegen gar vfl osnabrück...:-)
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 10:14 @S.Piderman schrieb am 28.04.2010
      um 03:34

      Der Heimvorteil gab wohl den Ausschlag bei den WMs 74 und 78. Der Beste
      gewinnt nicht immer.

      Wenn Ajax Amsterdam gegen Feyenoord Rotterdam spielt,
      ...:http://www.freitag.de/alltag/0914-ajax-amsterdam-rotterdam-fussball-antisemitismus
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 10:26 @ Rainer Kühn

      Ich kann alle Deine Beiträge unterschreiben.
      ... blendest das gesellschaftliche aus...,Schalke, Magath, Gladbach,
      Kapellmann, Breitner usw.
      Den VfL Osnabrück muss ich erst noch länger beobachten.

      Große Sympathien habe ich natürlich für den FC St. Pauli, der kommende
      Saison (zu 95%) in der Bundesliga spielen wird.

      Gruß fidelche
        

       S.Piderman schrieb am 28.04.2010 um 11:43 Natürlich nichts gegen Inter,
      die ich im Übrigen nie leiden konnte – vielleicht, weil die
      internationalen Dummbatze Matthäus und Brehme dort gespielt haben, im
      Gegensatz zum AC, für den Gullitt und van Basten unterwegs waren.
      Ist ansonsten nicht persönlich gemeint.
      Aber folgendes: Wenn Inters Perfektionierung des Catenaccio (der eine
      österreichische Erfindung ist) eine Reaktion auf Real Madrids Übermacht in
      Europa ist und Total Football die Antwort auf eben diesen Catenaccio, und
      Schwarzenbeck die Reaktion auf letzteren…sind die Systeme dann nicht alle
      „reaktionär“?
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 14:06 @S.Piderman
      Ohne Schwarzenbeck kein Cruyff. Esoteriker würden es Ying und Yang nennen.
      Esoterik ist reaktionär. Wenn eine Mannschaft defensiv spielen muss weil
      sie anders keine Chance hat, würde ich dies nicht reaktionär nennen.
      Aggressiven Offensivfußball schon gar nicht. Zumindest bis heute, ist
      Barcelona das Maß aller Dinge im europäischen Fußball.

      Im Übrigen erkannte ich beim gestrigen, eindrucksvollen 3:0 Sieg der
      Bayern über Lyon, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, die Philosophie
      des holländischen Fußballs. Van Gaal scheint der richtige Trainer, seit
      sehr, sehr langer Zeit für die Münchner zu sein.
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 18:16 und ohne schwarzenbeck kein
      beckenbauer, und wie hieß noch mal der läufer aus braunschweig, der den
      sturm fütterte und hinten die schranke machte. das system besteht eben aus
      paasenden elementen.
      @ piederman: ich würde es nicht reaktionär nennen, schönen fußball zu
      blocken und dabei selbst zu gewinnen. kunst ist nicht das leben, und der
      fc bayern hat ganz materialistich den fußballerfolg in seine realität
      gebraucht. unromantisch, unidealistisch, ganz schön vernünftig.
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 18:20 ach, und: inter ist meines
      wissens eine sozialistische vereinsgründung von migranten. deshalb auch
      die internationale solidarität im vereinsnamen. und trotz des deutschen
      dreitritts dort: der ac hat durch berlusconi und doofe trikots bei mir ...
      und bei st. pauli, fidelche, bin ich mir nie sicher, was ich davon halten
      soll. auf jeden fall ist die vereinsfarbe genauso schräg wie die meines
      clubs.
      zu st. pauli ist hier ja auch kürzlich in zwei beiträgen was gesagt
worden.
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 21:50 @Rainer Kühn schrieb am
      28.04.2010 um 18:20

      Spätestens als „Volker hört die Signale“ - Volker Ippig, der damalige
      Keeper von St. Pauli eine Auszeit nahm, in der er freiwillige Aufbauarbeit
      in Nicaragua verrichtete, hatte der Club ein „linkes“ Image. Dazu kamen
      die Solidarisierungen einiger Spieler mit den Häuserkämpfern der
      Hafenstraße. Als erster Verein führte St. Pauli eine Stadionordnung ein,
      die rassistische, antisemitische, sexistische und homophobe Parolen
      untersagte. Mit der Aktion "Viva con aqua St. Pauli", werden ca. 100
      Kindergärten in Havanna unterstützt.

      Andererseits war der Expräsident von St. Pauli Wilhelm Koch Mitglied der
      NSDAP und Naziprofiteur. Das Stadion war sogar einige Zeit nach ihm
      benannt. Als seine Vergangenheit bekannt wurde, bekam das Stadion wieder
      seinen alten Namen.

      Ich meine das St. Pauli schon eine gewisse Extrastellung im Profifußball
      hat, wobei die braunen Trikots wirklich schräg sind. Vielleicht ringt man
      sich durch die Vereinsfarbe zu wechseln.
      Mir ist der Club sympathisch, ohne ein übertriebener Fan zu sein.
        

       Zachor! schrieb am 29.04.2010 um 07:03 und inter steht im finale!!!
      ;-)))
        

       S.Piderman schrieb am 29.04.2010 um 09:24 Natürlich Inter – das zeigt ja
      zweierlei: Im kleinen ist es im Sport einfacher, die Stärke des Gegners zu
      kanalisieren, gegen ihn zu verwenden, doppelte Abwehrmaßnahmen zu
      ergreifen, als selbst etwas zu erfinden, mit offenem Visier etc.pp, und:
      Auf jeden Topf gibt’s einen Deckel. Das Wesen der Evolution. ‚Reaktionär’
      insofern, als immer etwas dasein muss, an dem man sich messen oder von dem
      man sich abstoßen muss. Van Basten ist ja kein originales Genie, sondern
      eine Antwort auf Kohler. Und Lucio…ach, der war den Bayern nicht gut
      genug…und Samuel oder Cambiasso eine Antwort auf Drogba. Mal sehen, was
      die Sturmabteilung als nächstes auffährt. Außer Messi. Wahrscheinlich
      einen Messi in 1.90. Oder sowas wie Jonah Lomu (falls jemand in den
      Neunzigern mal Rugby verfolgt hat).
        

       Rainer Kühn schrieb am 30.04.2010 um 00:32 fidelche, mit der erinnerung
      an ippig und co. liegst du natürlich richtig. ich würde auch sagen, daß
      pauli so ein 'fan-verein' ist, wo wirklich ein '12ter' auf dem platz ist.
      das macht ihn mir auch sympathisch. und weil in meinem vfl-blog ein
      pauli-supporter ist, der immer gut postet.
        

       Rainer Kühn schrieb am 30.04.2010 um 00:35 @ zachor!
      ... vs vfl osnabrück
      hätten sie eine chance
      vielleicht
      .-))
        

       hibou schrieb am 02.05.2010 um 16:37 danke fidelche
        

       hibou schrieb am 02.05.2010 um 16:39 wg. St,Pauli :-)
        

       [  16 ]   Rahab schrieb am 28.04.2010 um 08:20
      was ist eigentlich "Katsche"?
      ich kenne das wort nur als verb, nämlich katschen, und zwar in der form
      von herumkatschen=endlos auf etwas herumkauen, und zwar mit offenem mund. 
      

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 08:43 genau: ringen mit dem gegner
      aus essen.
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 08:51 chie???
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 10:03      Gedicht für Georg
      Schwarzenbeck von Wolf Wondratschek

      Zwei Beine, ohne Interesse an Genialität,
      vereinfachter Mechanismus, nichts Brasilianisches,
      kein Sternenlauf, kein Jubel in den Fußgelenken,
      Standbein, Schussbein, nichts für Genießer,
      und trotzdem einer, dessen die Menschen,
      die ihn spielen sahen, gedenken.
      Ein großer Dorn, der stach und dicht hielt,
      der die Anstürmenden ersaufen ließ, das Feuer zertrat,
      dass sie bereit waren zu entfachen.
      Nichts da, ich arbeite, ich komme aus der Vorstadt,
      ich bin geboren für das Einfache.
      Nicht einmal Siege sind es am Ende, die zählen.
      Unzuständig für alles Künstlerische!
      Kein Dribbling, kein nie gesehener Trick,
      stattdessen Luft für neunzig Minuten,
      und notfalls für die Verlängerung, wenn die Kollegen Krämpfe quälen.
      Merkwürdig, dass so einer, eckig wie eine leer gegessene
      Pralinenschachtel, etwas trifft, das rund ist.
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 10:05 der unbekannte soldat?
      nun, dem unbekannten deserteur gebührt eher ein denkmal
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 10:19 @Rahab schrieb am 28.04.2010 um
      10:05
      Es gibt auch Frauenfußball…

      www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-882862-485959,00.html

      Gruß fidelche
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 10:46 nach wessen regeln zu spielen?
        

       B.V. schrieb am 28.04.2010 um 10:56 Frauenfußball ist noch im kommen, er
      wird aber immer besser und interessanter.
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 11:12 @Rahab

      Es gibt ein offizielles Regelwerk der FIFA mit 17 Spielregeln.Die Regeln
      gelten für Frauen und Männer.
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 13:36 ach die ärmsten!
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 15:36 @Rahab
      der unbekannte soldat? nun, dem unbekannten deserteur gebührt eher ein
      denkmal

      Nicht im Fußball, bittaschän.

      Ciao
      Wolfram
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 15:36 @Rahab
      ach die ärmsten!

      Ach was. Ich hab mal eine Übertragung vom Frauenfußball gesehen, nur noch
      die zweite Halbzeit, es war eine ziemlich wichtige internationale Partie.
      Irgendwann merkte ich, daß mit dieser Art, Fußball zu spielen, irgendwas
      nicht stimmt. Irgendwas war anders als beim Männerfußball. Dann merkte ich
      es: Es gab in dieser einen Halbzeit, 45 min. lang kein einziges Foul . Ein
      technisch hochklassiges Spiel, verbissen und ehrgeizig, aber kein einziges
      Foul.
      Heißt: Es ginge schon ohne Fouls, wenn man nur wollte.

      Ciao
      Wolfram
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 16:30 sei bedankt für deine mühe! allein:
      ich meinte mit 'die ärmsten' die regeln.
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 16:32 @Wolfram
      das war meine assoziation zum gedicht-gereim...
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 17:07 @Rahab
      sei bedankt für deine mühe! allein: ich meinte mit 'die ärmsten' die
      regeln.

      Was ich zeigen wollte ist, daß die Regeln beim Frauenfußball bestens
      aufgehoben sind. Bei der WM 2006 hat Wayne Rooney einem am Boden liegenden
      Gegenspieler mit den Stollen voran voll in die Eier getreten. Das ist das
      Gegenmodell. Das Vieh (er hat sich noch mehr zuschulden kommen lassen, so
      ist es nicht) spielt heute noch.

      Ciao
      Wolfram
      P. S.: Das Wort "Vieh" nehme ich zurück. Meine Hunde schauen mich gerade
      so vorwurfsvoll an.
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 17:09 Pardon, ich habe den Link
      vergessen:
      www.youtube.com/watch?v=YjCneugi52s

      Ciao
      Wolfram
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 18:29 also katsche, zu rahab und ff.
      das gedicht ausgegraben, wo arbeiterlteratur noch gelesen wurde. i like
      it. und ich habe die beiden "dokumentationen" (des br?) zu schwarzenbeck
      gesehen, in seinem laden, die gespräche, dazwischen die fragen zur
      fußballerkarriere, sein räumen im ladenkiosk, seine freundliche lakonik,
      lächelnlachen, wohlwollend ohne foul, wie frauenfußball: er.
      einer, der keine hierarchien sucht, sondern seine aufgaben findet.
      was besseres als maradona et al. findest du bei katsche. kontinuität in
      einer weise von tätigkeit, für und mit.
        

       [  7 ]   sachichma schrieb am 28.04.2010 um 10:35
      Wenn "Jede Fußballmannschaft ist das Spiegelbild seiner Gesellschaft."
      ist, dann hat Camus "Warten auf Godot " wohl auch unter diesem Eindruck
      geschrieben.

      Aber das 1940, mitten im Krieg, die Bayern-Mannschaft ihren ehemaligen
      Präse, Landauer, begrüssten ist kann mir Fussball sogar sympathisch
      machen. Danke für's "digging"!  

       B.V. schrieb am 28.04.2010 um 10:58 Das Spiegelbild hat sich geändert,
      wie auch die Gesellschaft.
      Auch warum BM nicht gemocht wird dürfte heute ein anderer Grund sein: aber
      mit Reichtum, Sattheit und Schickimicki hat es was zu tun, u. a.
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 15:37 @sachichma
      Wenn "Jede Fußballmannschaft ist das Spiegelbild seiner Gesellschaft."
      ist, dann hat Camus "Warten auf Godot " wohl auch unter diesem Eindruck
      geschrieben.

      Äh, Camus hat mit Godot eigentlich wenig zu tun.

      Ciao
      Wolfram
        

       koslowski schrieb am 28.04.2010 um 16:19      Wenn Godot von Camus ist,
      dann ist auch Bayern München ein Sympathieträger.
        

       sachichma schrieb am 28.04.2010 um 16:45      Ja hab mit Bekett
      verwechselt. .. puh:-(
        

       Wolfram Heinrich schrieb am 28.04.2010 um 17:18      @sachichma
      Ja hab mit Bekett verwechselt. .. puh:-(

      Ich spendier dir noch ein "c" und dann paßt's wieder.

      Ciao
      Wolfram
        

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 18:33 habe vergessen: internationale
      rundware.
      seit ich im goodison park chelsea mit einem 1:1 nach london geschickt
      habe, habe ich den blues. ich sage efc, die wm 06 sagte rooney, ich sagte
      torwart, liverpool sagte neville southall. usw. falls interesse. es gibt
      auch begenungen efc vs fcb ...
        

       sachichma schrieb am 30.04.2010 um 00:09 reine absicht ohne "c"

      wie sagt ponzo zu luky? "lass uns die zeit vertreiben" und als regiseur
      würde ich sie Luftballon aufpusten lassen ;0)

      LG
        

       [  12 ]   ich schrieb am 28.04.2010 um 10:48
      Fast hätte ich diesen informativen Artikel nicht gelesen. Siehe da, es
      geht auch ohne polemische Brechstange. Davon gerne mehr.  

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 11:05      @ich schrieb am 28.04.2010
      um 10:48

      Ich wollte auch einen Beitrag zum Westfälischen Frieden leisten. Wobei ich
      mir nicht sicher bin ob alle auf den Link bei „Es gibt auch
      Frauenfußball…“ geklickt haben.
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 16:31 nu, der link belegt: es geht doch!
        

       Fro schrieb am 28.04.2010 um 17:51      Ich denke mal, diese Trikots
      werden sich durchsetzen - die bieten einfach mehr Werbeflächen.
      Die Herrenhosen werden ja auch immer länger....
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 21:48 Wer schon mal mit langärmeligen
      Trikots bei 30 Grad gekickt hat, kann sich vorstellen wie unangenehm die,
      von der iranischen Sittenpolizei geforderte Kleiderordnung
      (Sportkopftücher usw) für Fußballerinnen ist.
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 21:55 mit plaste und elaste aus tschkopau
      sicherlich!
        

       Fro schrieb am 28.04.2010 um 22:32 Ich sehe hier durchaus den Keim für
      einen technologischen Sprung des Fußballsports. Die Sprinter tragen heut
      auch Ganzkörper-Anzüge.
      Man könnte sie mit microreflektoren ausstatten, die die Form der
      muslimischen Trägerinnen optisch unsichtbar macht bzw sie verfremdet.
      Und das Tollste: Damit wird der Luftwiderstand erheblich verringert – die
      Spiele werden deutlich schneller....
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 22:40 kreativ, Fro.
      aber so was geht 'unserem' sittenpolizisten ja ab.
        

       fidelche schrieb am 28.04.2010 um 23:04 @Rahab

      Mit einem Kopftuch Fußball spielen sieht jedenfalls lustig aus. Wärst Du
      eigentlich auch ins Berliner Katzbachstadion eingelaufen, wenn es zum
      Spiel gekommen wäre?
        

       Rahab schrieb am 28.04.2010 um 23:11 ich bin bei fußballspielen ungefähr
      so gut kongeniale begleiterin wie beim shoppen. meine töchter wollen mich
      nicht mehr dabeihaben, wenn's um klamotten geht. und meine freunde nahmen
      mich nach dem 1.mal bei den lilien nie wieder mit.
      aber darum geht es nicht.
      daher: hätte sein können, dass ja. warum nicht?
      aber auch darum geht es nicht.
      sondern darum, dass du meinst, grad mal wieder eine gute gelegenheit für
      deine drollige religionskritik gefunden zu haben. - na ja, ab dafür!
        

       fidelche schrieb am 29.04.2010 um 00:00 @Rahab schrieb am 28.04.2010 um
      23:11

      Da hast Du wieder einmal meine Schwächen aufgedeckt.

      Der "Westfälische Friede" und der "Augsburger Religionsfriede" sei mit Dir
      - Dein fidelche
        

       Rahab schrieb am 29.04.2010 um 07:07 deine schwächen? eine scheint die zu
      sein, dass du dir frauen im sport nur relativ unbekleidet vorstellen
      kannst, des schwitzens wegen. - dazu frag ich mich dann, wer schwitzt und
      warum!
        

       Rainer Kühn schrieb am 30.04.2010 um 00:37 wie die frauen zb bei
      olimpischen spielen rumlaufen, darüber will ich hier kein wort verlieren.
      kürzlich wurde mir ein trikot meines heimatvereins erworben, bei dem ich
      von 78 bis 86 gespielt habe. das waren noch sportdresse ...
        

       [  1 ]   molodjez schrieb am 28.04.2010 um 20:28
      Für einen Kubaner ganz passables Deutsch. Sonst würde ich solche
      grammatikalischen Ausrutscher nicht tolerieren. Ansonsten finde ich den
      FCB auch nach der Lektüre unangenehm. Aber Erfolg macht bekanntlich sexy. 
      

       Rainer Kühn schrieb am 28.04.2010 um 22:13 sexy? ich erinnere bulle roth
      vs buffy ettmeyer. na ja, sexy war damals vielleicht eintracht frankfurt.
        

       [  3 ]   fidelche schrieb am 28.04.2010 um 22:58
      Wer dem FC Bayern Reichtum, Sattheit, Schickimicki, Erfolg usw. vorwirft,
      vergisst dass andere Profivereine weltweit denselben Regeln des Sports,
      wie des Kapitalismus unterworfen sind.

      Jeder Amateurverein jammert, wenn ein höherklassiger Verein den besten
      Spieler abwirbt. Jeder Facharbeiter wechselt den Arbeitgeber wenn er 20 %
      mehr Gehalt bekommt. Der VOLKSwagenverein Wolfsburg hat seine
      Meisterschaftsfeier in der letzten Saison mit Prämien und evt.
      ausschweifenden Festen gefeiert. Welche Autos fahren Kurany und co. Wie
      groß ist der Etat von Werder Bremen, Schalke 04, Inter Mailand oder Real
      Madrid?

      Derartige Vorwürfe gegen Bayern München erinnern mich an Münteferings
      verkürzter Kapitalismuskritik. Es seien quasi im Hauptsächlichen die
      Erscheinungen in der Zirkulationssphäre, für alle Übel dieser Welt
      verantwortlich.  

       Zachor! schrieb am 29.04.2010 um 06:59 Vll. hat die Animosität mit dem
      Auftreten von Leuten wie Hoeneß was zu tun...? Ich würde sonstwas wetten,
      dass wenn Klinsi dort dessen Machtposition jahrelang inne hätte, der
      Verein an Beliebtheit gewönne...
        

       Rainer Kühn schrieb am 29.04.2010 um 17:59 ... und etwa da stünde wie der
      beliebte fc freiburg oder der wirkliche altmeister 1. fcn.
        

       fidelche schrieb am 29.04.2010 um 22:03 Aus Klinsmann wäre sicher ein
      guter Bäcker geworden.
      Schade eigentlich um die guten Semmeln.
      Von Fußball hatte er schon immer wenig Ahnung,wobei mit den Medien konnte
      er gut umgehen, das stimmt. Aber lachen hilft nicht ewig.
        

       [  5 ]   koslowski schrieb am 29.04.2010 um 08:47
      Ich habe einiges gelernt aus den Kommentaren von Zachor!, S.Piderman,
      Rainer Kühn und fidelche. Es bleiben drei Fragen:
      1. Ist die Korrespondenz von Zeitgeist und Spielweisen nur eine steile
      These oder eine seriöse Annahme?
      2. Warum ist Kaiser Franz und nicht Katsche ( der ist über jeden Zweifel
      erhaben ) zur stilbildenden Ikone der Bayern geworden?
      3. Wie kommen wir von der gepflegten, gehaltvollen Plauderei über die
      wichtigste Nebensache der Welt nun zu fidelches Lieblingsthema?  

       Zachor! schrieb am 29.04.2010 um 08:53 1. steile These
      2. wegen majästetischem Charisma
      3. bin nicht zuständig

      :-D
        

       fidelche schrieb am 29.04.2010 um 10:58 @ koslowski schrieb am 29.04.2010
      um 08:47

      1. seriöse Feststellung
      2.1. elegantere Spielweise von Herrn B.
      2.2. Eloquenz des Kaisers
      3. Münteferings verkürzte Kapitalismuskritik war sozusagen die
      Steilvorlage aus dem linken Mittelfeld. Welcher Linksaußen diese annimmt
      und dann verwertet, ist noch offen.
        

       Rainer Kühn schrieb am 29.04.2010 um 13:22 @ koslowski
      a) auf jahre unbesiegbar ... schaun mer mal
      b) schweigen und lächeln
        

       Fro schrieb am 29.04.2010 um 16:23 Es gab hier in Norddeutschland bis vor
      etlichen Jahren auch eine mitunter rassistisch anmutende
      Bayernfeindlichkeit. Das hat sich schlagartig geändert, als Uli Hoeneß in
      einer großzügigen Geste, dem FC St.Pauli aus einer finanziellen Patsche
      half. Ein wahrer Akt der fußballerischen Solidarität. Das hat auch bei mir
      dazu geführt, Uli Hoeneß mit anderen Augen zu sehen. Ein tüchtiger
      Manager, der auch gegenüber den aus Altersgründen ausgeschiedenen Spielern
      sehr großzügig und fair ist.
      Ich wünsche ihnen den CHAMPIONS LEAGUE-Pokal u.a. auch, weil die in der
      nächsten Saison zu erwartenden Siege des FC St.Pauli gegen die Bayern eine
      Aufwertung erfahren würden – nach dem HSV-Debakel brauchen wir so
      etwas....:)

      Man erinnere sich an das galaktische Spiel 2002 in dem St. Pauli in einer
      Spielweise, wie von einem anderen Stern alle Register des fußballerischen
      Könnens und einer grandiosen Vorstellung der kollektiven Intelligenz unter
      Einbeziehung des begeisterten Publikums, die auch sehr gut spielenden
      Bayern mit einer 2:1-Niederlage nach Hause schickte.

        

       Fro schrieb am 29.04.2010 um 16:39 ein wenig verhaspelt.

      Man erinnere sich an das galaktische Spiel 2002 in dem St. Pauli in einer
      Spielweise, wie von einem anderen Stern alle Register des fußballerischen
      Könnens zog und in einer grandiosen Vorstellung der kollektiven
      Intelligenz, unter Einbeziehung des begeisterten Publikums, die auch sehr
      gut spielenden Bayern mit einer 2:1-Niederlage nach Hause schickte.
        

       [  2 ]   Fro schrieb am 29.04.2010 um 14:32
      fidelche, ich sehe du brennst schon - hier eine kleine Hilfestellung damit
      du doch noch zu deinem Lieblingsthema kommst.
      „Macht der Fußball-Gott dieses Jahr alle glücklich?“

      Der religiöse Wahn macht auch vor der Fußballwelt nicht halt und es
      ergeben sich für dich ungeahnte Bündnismöglichkeiten.

      „Doch die katholische Kirche im Fußball-Land Bayern läuft nun gegen das
      Beschwören des "Fußball-Gotts" Sturm. Sportprälat Summerer attackiert das
      Bemühen des angeblichen Fußball-Gotts, der mal den einen, dann den anderen
      zur Seite stehe, als "ganz und gar unangebracht". Die Mahnung des
      Kirchenmannes an Aktive, Funktionäre, Journalisten und Politiker: "Man
      sollte den Ball auf dem grünen Rasen lassen und nicht in den Himmel
      heben." „ Mehr  

       fidelche schrieb am 29.04.2010 um 22:17      @Fro schrieb am 29.04.2010
      um 14:32

      Das mit dem Fußballgott darfst Du nicht so wörtlich nehmen. Rahab kann Dir
      das sicher besser erklären. Koslowski meint mein anderes Lieblingsthema.
      Ich möchte aber in diesem Blog den „Westfälischen Frieden“ nicht brechen.
      Zudem gab „Uns Uwe“ noch keine Stellungnahme ab. Ich schließe mich Rainer
      Kühn an und gelobe: ich liebe euch alle. (gilt aber nur für diese
      Veranstaltung)
        

       Fro schrieb am 30.04.2010 um 00:54 @fidelche
      Ja, dass „Stoßgebet“ der "Bild" an den Fußballgott hat auch nichts
      gebracht – siehe HSV – entweder lag es an der Bild oder der Fußballgott
      ist ein Versager. Und danke für das Liebesbekenntnis – Frühlingsgefühle?:)
        

       [  2 ]   weinsztein schrieb am 30.04.2010 um 01:33
      Wertes fidelche,

      herzlichen Dank für Deinen blog zu Bayern München. Diese Hintergründe
      kannte ich nicht, für mich war der Verein seit langem die Inkarnation des
      Arschlöchrigen. Nun muss ich nachdenken.

      Bei Katsches 1:1 in Brüssel war ich live dabei und freute mich sehr.

      Was findest Du an Berti Vogts unsympathisch? Ich mag ihn. Ewald Lienen
      schätzte ihn, weil Vogts junge Borussen-Spieler integrieren half. Und
      Lienens Engagement gegen Berufsverbote unterstützte Berti Vogts mit der
      Begründung, dass mit solchen Aktivitäten Vorurteilen gegenüber
      Profifußballern als Doofen begegnet werde. Ich finde das sehr sympathisch
      und klug.

      weinsztein  

       Rainer Kühn schrieb am 30.04.2010 um 02:00 Bei Katsches 1:1 in Brüssel
      war ich live dabei und freute mich sehr.
      ich beneide dich darum.
        

       weinsztein schrieb am 30.04.2010 um 02:36 Na gut, es war in diesem Fall
      eine Gnade der früheren Geburt.
        

       [  28 ]   fidelche schrieb am 30.04.2010 um 21:55
      @weinsztein
      Das CDU Mitglied Vogts war zum einen nur Zerstörer und als Bundesberti war
      er ohne Grund von sich eingenommen. Eine Witzfigur als Trainer, ein
      unfairer Verteidiger und ein Phantom der Oper.

      @Fro
      Wenn ich an Rahabs Hodenmantel denke vergehen mir die Frühlingsgefühle.
      Nachdem ich in meinen vorherigen Blogs mit meinen linken Positionen von
      dubiosen Schreibern, beispielsweise als rechtes Torpedo oder Fälscher von
      Chomsky Zitaten beschimpft wurde, wünsche ich mir, zumindest in diesem
      Blog, den Westfälischen Frieden.

      @all
      An den angeblich so freien Waldorfschulen wurde 1928 angeordnet: Das
      Fußballspiel ist den Schülern auf dem Schulgelände verboten, es schädigt
      die körperliche, seelische und geistige Entwicklung des Kindes. Der
      Esoteriker und Rassist Rudolf Steiner schmähte Sport als Veraffung und
      Affenhaftmachung unserer Kultur.  

       Fro schrieb am 01.05.2010 um 09:05 @fidelche

      Ja, von diesen Hodenmänteln halte ich auch nichts - einfach nicht so viel
      dran denken....
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 09:28 linke positionen? von fidelche? -
      dass ich nicht lache!
      allerhöchsten positionen eines after-linken.

      im übrigen: der hodenmantel heißt penisköcher - zumindest auf Papua!
      und sanskrit, wenn ich das mal hier einflechten darf, ist keine sog.
      heilige schrift sondern schlicht und ergreifend eine sprache. an/in der
      uns' fidelche wahrscheinlich eher das kamasutra schätzt als Bhagavadgita.
      was aber auch nix zu sagen hat, denn mehr als die missionars-stellung
      kriegt er sowieso nicht hin.
        

       fidelche schrieb am 01.05.2010 um 15:17 Drei Fragen geliebte Rahab,

      1.)Steht das “R“ von Rahab für Ruth?
      2.)Bist Du irgendwie mit der KPD Politikerin Ruth Fischer verwandt oder
      verschwägert?
      3.)Wie stehst Du zu Frau R‘s Satz aus dem Jahre 1923:
      "Sie rufen auf gegen das Judenkapital, meine Herren? Wer gegen das
      Judenkapital aufruft, meine Herren, ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er
      es nicht weiß. Sie sind gegen das Judenkapital und wollen die Börsenjobber
      niederkämpfen. Recht so. Tretet die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an
      die Laterne, zertrampelt sie. Aber, meine Herren, wie stehen Sie zu den
      Großkapitalisten, den Stinnes, Klöckner?"
        

       Rainer Kühn schrieb am 01.05.2010 um 15:31 ich möchte ausdrücklich allen
      eingaben fidelches zustimmen, zu berti vogts, zu dubiosen schreibern und
      zu steiners waldorfschule.
      und verweise ausdrücklich auch auf diesem rasen auf den augsburger
      religionsfrieden.
      danke
      kr
        

       fidelche schrieb am 01.05.2010 um 16:41 Danke für die Erinnerung an den
      Augsburger Religionsfrieden. Ich versuche mein Möglichstes um meinen
      Beitrag dazu zu leisten. Für den VfL Osnabrück sieht es nach dem
      ungefährdeten Sieg gegen Kiel nicht schlecht für Liga 2 aus. Ein Punkt in
      Burghausen und der Direktaufstieg ist perfekt.

      Beste Grüße nach NRW und seine Wahlkämpfer
        

       Rainer Kühn schrieb am 01.05.2010 um 16:52 danke, fidelche, hab schon mal
      mein lilaweißes profilbild in tief-reale hoffnung getaucht.
      der partei alles gute, gleichwohl ich mein kreuz schon an die LINKE
      vergeben habe.
      leider wählt man immer nur einmal, liebe genossinnen und narrenalesen der
      guten PARTEIen.
        

       koslowski schrieb am 01.05.2010 um 17:22      @fidelche 15:17

      Na bitte, geht doch, die Wende von Katsche zum "strukturellen
      Antisemitismus der Linken". Traute deinem friedlichen Gesülze eh nicht,
      bin aber doch überrascht über die Bodenlosigkeit deines Niveaus. Der
      Kämpfer für "Humanismus, Aufklärung, Solidarität und Frieden" als
      Inquisitor: "Wie stehst du zu...?" Wenn die FC noch alle Tassen im Schrank
      hat, widersteht sie der Einladung zum Klamauk. Aber wie ich den Laden hier
      kenne... Der dr.boedele steht jedenfalls bereit.
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 17:43 preisfrage ohne sauternes: wieviele
      depperte eseln passen auf einen balkon?
        

       fidelche schrieb am 01.05.2010 um 17:49 @Rainer Kühn
      Ich quäle mich auch seit vielen Jahren vor Wahlen zwischen folgenden 3
      Optionen:
      1.) Die Linke
      2.) Die Partei
      3.) Partei bibeltreuer Christen

      Letztendlich wähle ich immer, mit Bauchschmerzen, Option 1. Bei der
      letzten Bundestagswahl war ich zum ersten Mal knapp (wegen Antizionismus)
      davor mich für Option 2 zu entscheiden. Durch die Fehlentscheidung des
      Wahlleiters blieb letztlich wieder nur Option 1. Nicht zuletzt durch den
      Religionsblog ist natürlich auch Option 3 für Protestwähler auch eine
      Möglichkeit. Eventuell würden bei einem bibeltreuen Kanzler oder
      katholischem Kanzler-Taliban einige Blogger/innen ihre Position
überdenken.

      PS: Schalke 04 ist wieder nur Vize ;-)
        

       fidelche schrieb am 01.05.2010 um 17:54 @koslowski schrieb am 01.05.2010
      um 17:22

      Ich versuche alles Menschenmögliche um das zu verhindern. Ich bin von
      meiner über alles geliebten Rahab, provoziert worden und habe mich
      hinreißen lassen.
      Ich empfehle andererseits schon einmal, mit Verlaub, zu lesen was Rahab
      hier gegen mich zum Besten gibt. Aber ich werde beim nächsten Schlag die
      andere Backe hinhalten, versprochen.

      Wo Dr. Boedele bleibt, weiß ich auch nicht.
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 17:56 vie-de-le-veudele wo istz bleudele?
        

       fidelche schrieb am 01.05.2010 um 18:00 Hallo liebe Rahab,

      das kommt auf die Größe des Balkons an. Auf einen 10 qm Balkon passen
      nicht so viele wie auf einen 14 qm Balkon. Zudem ist die Größe der Esel
      ist ausschlaggebend. Bist Du traurig weil Herta abgestiegen ist, oder was
      ist los mit Dir.

      Dein fidelche
        

       Rainer Kühn schrieb am 01.05.2010 um 18:05 ach, fidelche, wir
      fußballkenner haben es schwer. während frauensbildern wie rahab auf dem
      balkon von einer beispielweise titta nickbenamten ihre kratzbürstigkeit
      mit einigen bussis wegbalsamiert werden kann, stehen wir in der kurve bei
      wind und wetter und müssen zwischen verein, zwietrachtsaat für den
      frühling in bielefeld und bundeswahlleitern hin- und herdenken. dem
      wahlleiter hab ich damals geschrieben, aber es nutzt ja nichts, man muß
      alles selber machen, also: vfl, die linke, plus korrekte orthographie und
      interpunktion gegen fehlbesetzte sprachlehrer. (anderes spielfeld)
      zum glück wird wenigstens bayern wieder meister. denn auch wir brauchen
      eine konstante im leben.
      großgruß mit rotem stern
      und fürderhin schweigen oder lobpreis hier
      wünscht dein oller vfller rainer
      mit einem satten 3:1 im nacken
        

       Rainer Kühn schrieb am 01.05.2010 um 18:11 koslowski, alter armine,
      überarbeitet? terrasse so groß? daß man das gute alte
      ursache-wirkungs-prinzip außer acht läßt und nur folgenkritik deliriert?
      einfach mal rahab fragen. es empfiehlt sich aber, gut gewaffenet dahin zu
      gehen. mit bratwürsten z.b. kann man mäuler stopfen.
      4ever lila weiß
      rainer
        

       Rainer Kühn schrieb am 01.05.2010 um 18:13 und als vorgabe an rahab: ich
      möchte mit dir hier nicht mehr reden, und ich werde dich nicht ansprechen.
      so kämen wir gut miteinander aus.
      vorsicht: konjunktiv.
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 18:40 hat da jetzt der platz- oder der
      blockwart gesprochen?
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 18:57 rainer kühn, lies mal wieder!
      Saubere Mädel starke Genossen.(verlag roter stern 1975)
      schaff dir das repertoire wieder drauf!

      deinen konjunktiv - na, du weißt ja, wo du dir den hinstecken kannst
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 19:03 rainer kühn
      trink 'kleiner feigling'. das macht mutig!
      und dann kannst du auch noch mehr sodomitische nachrichten verschicken.

      ach ja: katzen sind, wenn schon, rollig. sagt der volxmund....
        

       Titta schrieb am 01.05.2010 um 20:08 Zur Einschätzung von Berti V.:

      Da sieht man, wo auch der linke Fußballfan sich seine Meinung bildet.
      www.michaellissek.com/features/anderesspiel.htm

      Und zum Fußball allgemein:

      Das letzte Refugium für den linken, internationalistisch denkenden,
      agnostischen Mann, wo er seine ganzen, ansonsten streng verleugneten,
      Gefühle sich noch auszuleben getraut. Die religiösen, die
      stammes-/rudelgeschichtlichen wie die frauenfeindlichen. Siehe oben und
      höre die liturgischen Gesänge während eines Spiels. Welches Stadion,
      völlig irrelevant.

      Zu Rahab:
      sehr gelacht! Weiter so.
        

       Rahab schrieb am 01.05.2010 um 21:01 @ fidels kleener
      jeder depperte esel ist ein zu großer zu viel
      das hält kein balkon aus!
        

       fidelche schrieb am 02.05.2010 um 13:38 @Titta schrieb am 01.05.2010 um
      20:08

      Meine Meinung bezüglich Fußball hab ich mir in erster Linie in der Praxis
      geholt, als Spieler und als Trainer (sogar mit DFB Lizenz).

      Mein Weltbild hat ebenso, viel mit Praxis zu tun. Ich kenne beispielsweise
      Kinder, die der ortsansässige Religionslehrer während des Unterrichts
      nicht aufs "Klo" ließ und diese dann prompt in die Hose urinierten. So wie
      ich die Betonfeministinnen hier einschätze, dürfte dieses Verbot nicht
      menschenverachtend gewesen sein, genauso wenig wie die Religionen, nach
      Meinung dieser Schreiberinnen, frauenfeindlich wären.

      Linke frauenfeindliche Feministinnen, dachte ich immer, gibt’s nicht. Man
      lernt eben nie aus.
        

       fidelche schrieb am 02.05.2010 um 13:41 @Rahab

      wie schwer sind eigentlich blöde Eselinnen? Gibt es da keine Probleme,
      wenn über eine Straßenbrücke gefahren wird?
        

       Titta schrieb am 02.05.2010 um 14:21 @fidelche

      Jaja, man muß ein Pferd sein, um was von Pferden zu verstehen. (wieher)
        

       fidelche schrieb am 02.05.2010 um 14:36 @Titta,

      nein, ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich als "linker
      Fußballfan" meine Meinung aus der Praxis habe und Ihren Text von Lissek
      nicht gelesen habe. Ich hatte den Text nicht nötig um Berti V. beurteilen
      zu können.
      Dass Sie ein Pferd sind wusste ich nicht. Religiöse Pferde die sprechen
      können ... was es nicht alles gibt.
        

       Titta schrieb am 02.05.2010 um 14:54 @fidelche

      Das Offensichtliche war bereits offensichtlich und wird durch Wiederholung
      nicht besser.
      Und zum Rest: Gehen Sie mal ruhig weiter ins Stadion zum Ausleben ihrer
      antireligiösen Gefühle - scho recht, wie der Bayer so sagt.
        

       fidelche schrieb am 02.05.2010 um 14:58 @Titta

      es ist schon lange her dass ich im Stadion war und
      wer austeilt muss auch einstecken können, wie der Bayer so schön sagt.
        

       Titta schrieb am 02.05.2010 um 15:12 @fidelche

      Dazu müßten die Treffer von Ihnen dann aber auch paßgenau sein ;-)
        

       fidelche schrieb am 02.05.2010 um 17:00 @Titta schrieb am 02.05.2010 um
      15:12

      offensichtlich hat es gereicht.

      Aber das sollte hier ein Friedensblog sein, was immer schwieriger wird.
      Der „Westfälische Frieden“ scheint am auseinanderzubrechen zu sein. Ich
      möchte keineswegs ihre religiösen Gefühle verletzen oder ihren sogenannten
      "weiblichen Göttlichen" zu nahe treten. Dass ihre sogenannten "weiblichen
      Göttlichen" tatsächlich so viel von Fußball verstehen, hätte ich vor ein
      paar Tagen nicht für Möglich gehalten. Kann es sein dass die sogenannten
      "weiblichen Göttlichen" Schalke-Fans sind? So kurz vor dem Ziel eine
      derartige Niederlage tut schon weh. Das verstehe ich. Da wird dann halt
      lamentiert. Hilft aber nix.

      Im Übrigen, Schalke mochte ich noch nie.
        

       fidelche schrieb am 01.05.2010 um 20:09
      Rainer, lass Dich nicht provozieren. Hertha ist abgestiegen. Die
      Mannschaft ist am Auseinanderbrechen. Da wird schon mal mit irrationalen
      Texten um sich geworfen. Die Enttäuschung ist wohl sehr groß.  

       [  3 ]   hibou schrieb am 02.05.2010 um 15:02
      Hab vorhin - wohl aus reinem onlineüberdruss - schweizer tv eingeschaltet.
      was war da? eine breit angelegte diskussion, ob man rote ampeln als
      fussgaengerIn respektieren sollte. hehe.  

       Titta schrieb am 02.05.2010 um 15:15 War das nicht Thema eines anderen
      Blogs?
        

       fidelche schrieb am 02.05.2010 um 16:44 Dieser Kommentar wurde aufgrund
      eines Verstoßes gegen die AGB/Netiquette editiert.
        

       hibou schrieb am 02.05.2010 um 16:51 Zurechtweisung?
        

       hibou schrieb am 02.05.2010 um 16:52
      @Titta? 's warn Querpass  

       hibou schrieb am 03.05.2010 um 06:35
      www.freitag.de/community/blogs/poor-on-ruhr/out-of-fc-rainer-kuehn  

       fidelche schrieb am 03.05.2010 um 14:26
      Mein Kumpel Rainer Kühn hat auf seiner Seite ein Gedicht geschrieben:

      für fidel+che sein 5:0

      bei fidel und bei che
      da tut mir nichts mehr weh
      da seh´ ich rot
      die bayernfarbe
      und weiß, daß ich jetzt nicht mehr darbe.
      mit beiden eine eintrittskarte immer
      ein platzverweis hier wäre schlimmer
      :: wir drei wir kennen fußball satt
      und lesen auch ein andres blatt

      dieses gedicht heißt: solidarität & blutgrätsche  

       fidelche schrieb am 08.05.2010 um 18:38
      Bayern München besiegelte durch den 3:1 Sieg bei der alten Dame Hertha BSC
      verdient die Deutsche Meisterschaft. Vor allem die weiblichen Hertha Fans
      fielen wieder einmal durch ihr undiszipliniertes Verhalten auf. Die „alte
      Dame Hertha“ konnte ihr durchaus vorhandenes Potential nicht nutzen und
      steigt deshalb nicht unverdient aus der ersten Bundesliga ab.

      Der VfL Osnabrück steigt als Meister der 3. Liga in die 2. Bundesliga auf.
      Der 1:0 Sieg des VfL durch ein Tor von Kotuljac in der 17. Minute in
      Burghausen macht den direkten Wiederaufstieg perfekt. Gratulation an
      dieser Stelle an Rainer Kühn, der durch seinen unermüdlichen Kampfgeist
      diesen Erfolg erst möglich machte. Laut letzten Agenturmeldungen ist die
      Verletzung von Rainer Kühn nicht so tragisch wie ursprünglich angenommen.

      Ein rabenschwarzes Jahr erwischte diese Saison wieder einmal Darmstadt 98.
      Das große Potential dieses Teams wurde zum wiederholten Male nicht
      genutzt. Die überhebliche Spielweise, die grundlos fast jedes Spiel an den
      Tag gelegt wurde, ist einer der Hauptgründe für den Misserfolg. Dazu
      kommen ständige Narzißmusreflexionen und Lobpreishuldigen der eigenen
      Spielstärke in der Halbzeitpause und teilweise sogar während des Spieles.
      Der Tabellenplatz 15 in der Regionalliga Süd spricht eine eindeutige
      Sprache. Wieder einmal bewahrheitet sich die alte Fußballerweisheit:
      Tabellen lügen nicht.

      Das Spiel am morgigen Sonntag des FC St. Pauli hat nur noch statistischen
      Wert. Die Hamburger Kiez Kicker haben sich bereits am letzten Wochenende
      für die erste Bundesliga qualifiziert. Gratulation an dieser Stelle an
      alle Pauli Fans.

      Nach diesem 8. Mai, der schon immer ein guter Tag, nicht nur in der
      Geschichte der Deutschen war, sind viele Menschen guter Hoffnung, dass es
      morgen in NRW so weitergehen wird.

      Viele Grüße fidelche  





Kommentare:

  1. danke für den starken text. vieles über die bayern wusste ich nicht. katsche war mir dagegen immer schon sympathisch.

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  2. Lieber fidelche,
    ich kann mich nur vielen Kommentatoren anschließen - ich bin ziemlich begeistert!

    Ihr Gerold Boschinger

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